Reformationsfest am 31. Oktober
Text: Brigitte Kapp
Anschaulich, mit Hilfe projizierter Illustrationen, erzählte die Pastorin von einigen wichtigen Stationen im Leben des Martin Luther. Nach dem Beginn seines Jurastudiums wird er auf einer Reise fast vom Blitz erschlage. Dankbar für die Rettung gelobt er, Mönch zu werden. Nach vielen Zweifeln und Ängsten und der Frage, wie man Gott näherkommen könne und nach intensivem Bibelstudium verstand er die Gerechtigkeit Gottes: Nicht Worte, Taten und Werke zählen, sondern einzig der Glaube an Gott. So ist auch seine Ablehnung der Ablassbriefe konsequent. Sie waren nicht nur sinnlos, sondern auch verwerflich, zogen den Armen das Geld aus der Tasche und ließen die, die sie sichnicht leisten konnten, in Angst vor dem Fegefeuer zurück.
Einige Konfirmanden und Teamer führten vor, wie es sich vielleicht abgespielt haben könnte: Ein Marktplatz, auf dem nicht nur Obst und Gemüse verkauft wurde, sondern auch Ablassbriefe, um die eigene und die Seelen der bereits verstorbenen Familienmitglieder aus dem Fegefeuer zu retten. Das Geschäft mit den „Sündern“ lohnte sich, mit den Einnahmen wurde u.a. der Bau des Petersdoms in Rom finanziert. Luther bekämpfte diese Praxis in seinen 95 Thesen. Nun folgten Anklagen, Gerichtsprozesse, er wird für vogelfrei erklärt, Flucht und Zuflucht auf der Wartburg und die Unterstützung durch den Kurfürst Friedrich der Weise. Auf der Wartburg übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche. Der Reformationsgedanke nimmt seinen Lauf.
Kirchenchor und die Band Godspeed untermalten diesen besonderen Gottesdienst mit passender Musik und Gesang.
Anschließend wurde eingeladen zum gemeinsamen Mittagessen. Vielen Dank an Sabine Schmidt für die Suppe und Bäcker Schrader für den Kuchen.
Foto: R. Sonnenberger